Extrazug Sion

Zürich HB ab 08:20 (Gleis 18)
Zurück sind wir um ca. 21:00

Tickets (20/25.-, bitte passend bezahlen) werden im Zug verkauft.

Alli uf Sion!

MIT EM CAR UF LUGANO!

Wegen einer Baustelle kann die SBB keinen Extrazug nach Lugano anbieten.

Sonntag 06. November
Kosten 40 CHF

 

Günnemer das Derby!

Infolge der Sektorsperre bleibt die Zürcher Südkurve am kommenden Derby erneut geschlossen und es wird keinen gemeinsamen Marsch zum Stadion geben. Saisonkarteninhaber/innen der Stehplätze haben Zugang zu den Sektoren A31, A1 und A2. Wir rufen alle ohne Saisonkarte dazu auf, sich in diesen Sektoren ein Ticket zu kaufen! Alle Ticketinfos zum Derby gibt es hier.

Keine Playoffs im Schweizer Fussball

Im Frühling 2022 hat die Swiss Football League (SFL) entschieden, auf die Saison 23/24 hin den Meistertitel sowie die nachfolgenden europäischen Plätze im Playoff-Verfahren zu ermitteln. Damit werden elementare Prinzipien des Profifussballs in der Schweiz über Bord geworfen: Jedes Spiel gegen jeden Gegner zählt gleich viel; entscheidend für die Platzierung am Ende ist die Leistung über die ganze Saison; Meister wird, wer über alle Runden hinweg am meisten Punkte holt.

Anstelle des bewährten Systems will die Liga einen Playoff-Modus einführen. Damit greift sie das Fairnessprinzip an: Wieso wird die Saison in Spiele unterteilt, von welchen manche mehr, manche weniger zählen? Wie soll der Meister von 2024 mit jenem vergangener Jahre oder Jahrzehnte verglichen werden, wenn die Art und Weise, wie dieser gekürt wurde, sich derart verändert hat?

Die Liga rüttelt zugunsten eines kurzlebigen Spektakels an sportlichen Grundfesten. Sie tut dies ohne jede Not: Die Super League stösst beim Publikum auf Anklang, die Zuschauerzahlen sind konstant hoch. Der Schweizer Fussball ist sportlich ein Erfolgsmodell: Die Nationalmannschaft als Aushängeschild des Verbandes ist aktuell so erfolgreich wie noch nie in ihrer Geschichte. Die meisten Nati-Spieler wurden in der Schweiz ausgebildet und in der Super League ans Profigeschäft herangeführt.

Gleichzeitig stossen die Playoffs auf Ablehnung: bei Fans auf den Tribünen und in den Kurven, bei Juniorinnen und Junioren, Sportjournalisten sowie Vertreterinnen und Vertretern des Profigeschäfts. Die Liga und die Mehrheit ihrer Klubs haben sich um die Bedenken ihrer Basis foutiert und setzen aus zweifelhaften Motiven Grundsätzliches aufs Spiel: Denn ob das ausgegebene Ziel, die Liga «spannender» zu machen mit einem aufgesetzten Casino-Modus erreicht wird, ist höchst zweifelhaft. Ebenso fraglich ist, ob sich dieser Modus wirtschaftlich überhaupt rechnet, wenn er zugleich das Stammpublikum vergrault.

Letztlich würde die Einführung von Playoffs im Schweizer Fussball im Kleinen das bedeuten, was im Grossen mit der Aufblähung von Champions League, EM und WM oder der Ausrichtung grosser Turniere an fragwürdigen Austragungsorten bereits geschehen ist: eine schrankenlose Kommerzialisierung und Eventisierung des Profifussballs auf Kosten seiner Integrität und seiner Verankerung an der Basis.

Wir fordern, dass die SFL-Klubs an ihrer anstehenden GV vom 11. November auf ihren Entscheid in Sachen Playoffs zurückkommen, die Playoffs kippen und sich stattdessen für ein Modell entscheiden, mit dem ein Kern an Tradition und Fairness im Schweizer Fussball gewahrt wird.

playoffs-nein.ch

Extrazug und Tickets Basel

Zürich HB ab 17:45 (Gleis 18)
Zurück in Zürich um ca. 23:45

Tickets werden am Dienstag von 19:00-21:00 in der Garage (Flüelastrasse 16) verkauft. 

An der Tageskasse sind ebenfalls noch Tickets erhältlich.

Alli uf Basel!

Eindhoven: Denn bliibemer halt duss

Diesen Donnerstag blieb der Gästesektor bei PSV Eindhoven leer. Über 1600 FCZ Fans verbrachten das Spiel ausserhalb des Stadions. Bereits ab Ankunft der Cars war die holländische Polizei konfrontativ unterwegs: Eine erste Festnahme gab es unmittelbar nach dem Aussteigen aus den Cars aufgrund eines Halswärmers.

Die eskalative Linie der Polizei setzte sich dann bis zum Abend fort. Der Treffpunkt in der Innenstadt am Nachmittag war von einem Grossaufgebot umringt. Läden und Restaurants wurden polizeilich geschlossen, so dass wir nicht weiter bedient werden konnten. Immer wieder lancierten zivile und uniformierte Einheiten Angriffe, um Fans wegen Banalitäten zu kontrollieren und verhaften. Wenig erstaunlich, dass dies irgendwann auf eine solidarische Gegenwehr traf nachdem vermummte Greifertrupps der Polizei handgreiflich wurden. Auch unsere bewusste Zurückhaltung kennt ihre Grenzen.

Nach dem Marsch zum Stadion trafen wir beim Eingang auf die volle Ladung des holländischen Repressionsapparats. 1600 FCZ-Anhängerinnen und -Anhänger hätten sich durch ein enges Gässlein an Polizeieinheiten mit gezogenen Schlagstöcken zum Eingang schlängeln sollen. Vermummte Greifertrupps zirkulierten um den Kessel in der Hoffnung auf weitere Verhaftungen. Wir verweigerten uns angesichts des von ihnen geschaffenen Eskalationspotenzials und forderten ihren Rückzug vom Eingang. Die Antwort der Polizei darauf folgte über ihre Lautsprecheranlage: «Wenn Sie unserer Anweisung nicht nachkommen, werden wir Sie unter Gewaltanwendung zwingen, das Stadion zu betreten.»

Gesagt, getan. Zweimal griff die Polizei uns vor dem Stadion an. Sie drängte mit Schlägen kleine Grüppchen zum Stadioneingang oder den grossen Rest an die Wand und das Gitter, welche die enge Strasse beim Eingang säumen. Sie verletzte dabei zahlreiche Fans und provozierte eine Panik unter der auf engstem Raum eingepferchten Masse. Beide Male verweigerten jene, die ins Stadion gezwungen werden sollten, den Eintritt. Spätestens nach diesen Angriffen war klar, dass wir bei ihrer versuchten Machtdemonstration uns gegenüber nicht mitspielen würden. Was im Klartext hiess, den Gästesektor schweren Herzens nicht zu betreten, dafür aber erhobenen Hauptes wieder nach Hause zu fahren.

Dies wurde der Polizei mitgeteilt: Lasst uns abziehen, euren Zirkus machen wir nicht mit. Die Polizei lehnte auch das kategorisch und ohne Begründung ab. Erst nach mehr als drei Stunden vor dem Stadion, in denen keine Toiletten, keine Verpflegung und keine Sanitätsversorgung der Verletzten durch PSV Eindhoven oder die Polizei zur Verfügung gestellt wurden, öffnete die Polizei den Kessel und damit den Weg zu den Cars. Die Carreisenden konnten so nach Spielschluss zurück nach Zürich und andere FCZ-Fans zu ihren Autos und Hotels.

Was bleibt? Auf der einen Seite der Schmerz darüber, dass mehr als 1600 FCZlerinnen und FCZler nicht hinter ihrer Mannschaft im Stadion stehen konnten. Auf der anderen Seite der grosse Stolz darüber, dass wir als Kurve gemeinsam mit allen nach Eindhoven gereisten FCZ-Fans ein solidarisches Zeichen gegen ihre Repression setzten und uns ihrer versuchten Machtdemonstration nicht beugten. Ein wegweisendes Zeichen auch für die Zukunft und alle Bestrebungen, Zustände wie in den Niederlanden zum Alltag der Fussballfans in der Schweiz zu machen. Nöd mit ois!

Zürcher Südkurve – Gmeinsam unufhaltsam!