Wir berichteten laufend über unser Anliegen für Stehplätze in der Südkurve.
Unsere Anstrengungen haben sich gelohnt!
Erstes Spiel mit den neuen Stehplätzen:
FC Zürich – FC Thun am 18. Februar 2012!
Die Südkurve steht!
vom 05.01.2012
Die Klappsitze in der FCZ-Fankurve sind demontiert. Jetzt werden im Letzigrund Zäune und neue Fluchttore ein- und Sitze ausgebaut.

Artikel vom 5. Januar 2012 Tages-Anzeiger:
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Die-Suedkurve-steht/story/24487280
Stehplätze, 150'000 Fr. und im Winter kann es losgehen!
vom 27.09.2011
Nicht ohne Stolz können wir verkünden, dass ein Jahr nach der „Stühle-Aktion“ gegen St.Gallen, im Winter die Stühle in der Südkurve definitiv abmontiert werden. Natürlich aber nur, wenn wir nicht europäisch überwintern sollten. Sobald wir draussen sind, werden die Stühle abmontiert.
Ein jahrelanger Kampf findet so definitiv ein gutes Ende und lässt uns als Zürcher Südkurve einige Schlüsse ziehen. Der Wichtigste ist dabei gleich der Pathetischste von allen: GMEINSAM SIND WIR UNAUFHALTSAM. Was für Andere einfach Mittel zum Zweck ist, um ihren neuen Schal oder ihren Doppelhalter mit Text zu füllen, ist für uns das Geheimnis unseres Erfolges. Immer wieder wurden wir in den vergangenen Jahren vertröstet. Doch auch Aussagen wie „Im Letzi werdet ihr nie wieder Stehplätze sehen“, haben uns nicht davon abgehalten, weiter zu kämpfen. Denn Aufgeben ist nicht unsere Stärke. Im Wissen 3000 gemeinsam für ihre Anliegen anstehende Leute hinter sich zu haben, wurde weiter versucht, das „scheinbar“ Unmögliche möglich zu machen. Es bedurfte letztlich einer radikalen Aktion, da alle vorangegangen gemässigteren nicht fruchteten, um die Verantwortlichen zu überzeugen. Der 28. August 2010 ist das Bild der von den Zwängen der roten Stühle befreiten Südkurve bereits Geschichte.
Als die baulichen und sicherheitstechnischen Hürden plötzlich überwunden waren, waren wir als Zürcher Südkurve auch in der Lage in der finanziellen Frage „JA“ zu sagen. Innerhalb eines halben Jahres wurden dabei 150'000 Franken gesammelt, die Summe, die wir dem Stadtrat und dem Verein zusicherten, um einen Teil der Kosten mitzutragen. Kosten, die ausschliesslich dem Umbau der Kurve zur Stehplatzkurve dienen. Alle anderen Umbauten haben nichts mit unseren Anliegen zu tun, wurden weder von uns gefordert (teils auch abgelehnt) und nicht mitfinanziert! Im Vertrauen an die Stärke, die wir entfalten können, wenn wir wollen und gemeinsam an einem Strang ziehen, haben wir letztlich auch die 150'000 Franken zusammengebracht.
Das Ergebnis unser aller Bemühungen werden wir schon bald gemeinsam bestaunen können. Der Dank geht dabei an uns alle, die dazu beigetragen haben, in welcher Form auch immer.
ZÜRCHER SÜDKURVE - GMEINSAM UNUFHALTSAM!
20 Minuten Online: "Auch Stehplätze im Letzigrund sind in Gefahr"
vom 15.12.2010
Erst kürzlich hat der Stadtrat Stehplätze im Letzigrund bewilligt. Dass sie wirklich eingebaut werden, ist nach der Rückweisung des Budgets aber nicht mehr sicher.
http://www.20min.ch/news/zuerich/story/Auch-Stehplaetze-im-Letzigrund-sind-in-Gefahr-30085772
Schlussspurt!
vom 02.12.2010
Tatsächlich. Die Hürden sind gefallen. Wir befinden uns auf dem Schlusspurt. Unsere Kurve wird schon bald Stehplätze erhalten. Und der Letzigrund wenigstens ein bisschen wieder an die alte Heimat erinnern. Dazu müssen wir aber alle noch mal Gas geben. Es fehlen nur noch rund 30'000 Franken, damit die Kurve ihr Versprechen einhalten kann. Nochmals betont werden muss, dass der finanzielle Beitrag des FCZ und der Südkurve vollumfänglich und nur für den Umbau der Kurve zu einer Stehplatzkurve eingesetzt wird, und kein Rappen in den Umbau der Gästesektoren fliesst!

An den nächsten zwei Spieltagen wird es verschiedene Möglichkeiten geben, zu spenden. Die Wand wird wieder aufgestellt, auf der die letzten Lücken geschlossen werden können. Aber auch der Gewinn aus den Kalendern fliesst vollumfänglich in die Stehplatzkasse. Weihnachtsgeschenke stehen also an, gleichzeitig unterstützt man so das Anliegen der Kurve! Haltet also die Augen offen, sowie ein letztes Mal das Portemonnaie, um ab 2011 endlich stuhlfrei zu stehen und den Match geniessen zu können! Vielen Dank an alle Unterstützer!
Party!
Zum Saisonabschluss steigt zur Feier der Stehplätze eine Saisonabschlussparty im Studio Wellness! Die in vieler Hinsicht erfolgreiche Hinrunde wird mit vielen Überraschungen begossen, unter anderem mit einer Versteigerung verschiedener Raritäten. Direkt nach Ankunft in Zürch vom Luzern-Auswärtsspiel am 12.12. öffnet das Wellness seine Tore für alle, die „den“ Winterpause feierlich willkommen heissen wollen! Natürlich fliessen Teile des Gewinns der Bar sowie der Erlös aus der Versteigerung ebenfalls in die Stehplatzkasse.
Es steht uns also ein furioses Hinrundenende bevor! 6 Punkte inklusive und ein Platz an der Spitze!
Bis am sunntig
Zürcher Südkurve - USE MIT DE STÜEHL!
MIR HÄNDS GSCHAFFT!!! dSTÜEHL CHÖMED USE!
vom 24.11.2010
Heute morgen fiel der definitive Entscheid. Ein jahrelanger Kampf der Kurve findet somit ein positives Ende. Und dies durch die Unterstützung von uns allen, die immer daran glaubten und nie aufgegeben haben.
Aufgeben ist ja auch nicht unsere Stärke, wie wir bereits vor vielen Monaten geschrieben haben. Ein grosser Dank geht an die Verantwortlichen der Stadt (Lauber) und des Sportamts sowie an den FCZ (Canepa), die sich für unsere Anliegen eingesetzt haben. Nicht zuletzt geht ein riesengrosser Dank an alle bisherigen Spender, aber auch an alle zukünftigen. Um den Beitrag zu erreichen, den die Südkurve für den Umbau aufwirft, braucht es noch einen letzten Effort. Gegen Thun wird die Stehplatz-Wand nochmals aufgestellt, also sammelt noch einmal kräftig in eurem Umkreis und konsultiert nochmal euer Portemonnaie!
Daneben findet nach dem letzten Hinrundenspiel auswärts gegen Luzern im Anschluss eine Party zum Abschluss der Hinrunde statt, wo die Neuigkeiten kräftig begossen und gefeiert werden. Natürlich fliesst sämtlicher Gewinn in die Stehplätzkasse, sowie auch der Gewinn der Schals und der restlich verblibenen T-Shirts. In Planung ist auch eine spezielle Aktion mit der Unterstützung der 1. Mannschaft. Informiert wird bald bei einem Anlass im Wellness auch über die Hintergründe des Entscheids und eventuelle Unklarheiten, die das Communique zum Entscheid aufwirft.
Zürcher Südkurve
GMEINSAM - UNUFHALTSAM
Medienmitteilung der Stadt Zürich vom 24. November 2010
vom 24.11.2010
Stehplätze in den Fankurven geplant(Auszug)
...
Da sich der Bau des neuen Fussballstadions auf dem Hardturm-Areal verzögerte, musste für die EURO 2008 das Letzigrund-Projekt vorgezogen und das Stadion möglichst fussballtauglich eingerichtet werden. Dem schon damals geäusserten Wunsch der FCZ-Südkurve nach einer Stehplatzrampe konnte nicht entsprochen werden. Obwohl die Sektoren D2 und B2 mit Sitzplätzen ausgerüstet sind, stehen heute insbesondere die FCZ-Fans in der Südkurve (D2) zwischen den Klappstühlen. Das ist sicherheitstechnisch unerwünscht. Da der Neubau des Stadions Hardturm frühestens im Jahre 2016 realisiert sein wird, ist der Stadtrat bereit, dem langjährigen Wunsch - insbesondere der FCZ-Südkurve - zu entsprechen und die Errichtung von Stehplatztribünen zu planen.
...
http://www.stadt-zuerich.ch/ssd/de/index/departement_schul_sport/medien/medienmitteilungen/2010/november/101124a.html
Tagi vom 23. November 2010: Stehplätze für die Südkurve
vom 23.11.2010
«Gerold Lauber, Vorsteher des Sportdepartements, will im Letzigrund Stehplätze für die Fans schaffen – und die Sicherheit im Stadion erhöhen.»http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Stehplaetze-fuer-die-Suedkurve/story/10346943
Spenden für Stehplätze: 100'000 Franken-Grenze geknackt!
vom 15.10.2010
Stolz dürfen wir verkünden, dass am vergangenen Wochenende die 100'000 Franken-Grenze überschritten wurde. Ein Dank geht an dieser Stelle an die vielen Spender! Innerhalb weniger Wochen wurde eine erste grösse Hürde genommen. Ein Teil des gebrauchten Geldes liegt nun also für den notwendigen Umbau bereit.
Die Fans des FCZ beweisen, dass mit ihnen zu rechnen ist und dass man auf sie zählen kann. Nun liegt es an den anderen Parteien, nach zu ziehen und wünschen uns, dass sie diesen Effort von so vielen jungen und alten, armen und reichen Zürchern aus allen Schichten unterstützen und mit den gewünschten Stehplätzen belohnen werden können. Wir hoffen, den FCZ-Fans aus der Südkurve und allen Stehplatz-Sympathisanten bald weitere, positive Informationen zum weiteren Verlauf in dieser Frage liefern zu können.
Wir lassen nicht nach, sammeln weiter Spenden und erhöhen so den Druck, um unserem Ziel noch ein Stück näher zu kommen!
Gmeinsam-Unufhaltsam
Zürcher Südkurve
Bereits über 1000 verkaufte Stehplätze nach erstem Spendetag!
vom 29.09.2010
Erfreulich verlief der erste Spendentag und die Tage zuvor in Sachen Spenden für Stehplätze. Doch noch fehlt ein Stück zum Glück. Nächster Termin, Derby gegen GC!
Die roten Stühle auf der SK-Holzwand werden immer weniger. Ob grossflächig oder einzelne Sitze. Die Wand füllt sich langsam mit Stehplätzen. So wie wir uns das seit Jahren erträumen.
Und der Traum wird langsam wahr:
Fragt noch mal euer Konto, euer Portemonnaie, euer Sparschwein und euren Umkreis, ob Familie oder Freunde, und verewigt euch und eure Ideen auf der Wand! Viele Anfragen kamen per Mail oder auch direkt als Spende aufs Konto und werden bis zum Derby am Sonntag ebenfalls auf der Wand nachgetragen sein.
Ein weiterer grosser Anteil an Spenden kam über den T-Shirt-Verkauf (die bereits nach einem Spiel wieder nachproduziert werden müssen), Becherdepot, sowie Spenden aus der Ost- und West-Tribüne zusammen. Nicht zu vergessen, die etlichen direkten Einzahlungen auf das Konto. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Spender ob West, Ost, Süd oder von zuhause aus. Bald haben wir es geschafft. Gegen GC steht der nächste Spendentag an und somit der nächste Effort. Vorteil: Der Lohn, der leider immer nur Ende Monat in Erscheinung tritt, liegt stolz auf unseren Konten und Zeit genug bis am Wochenende ist ebenfalls vorhanden um eure 5x7cm Hochformat-Kleber nach eurer Vorstellung zu gestalten.
Es gilt also noch mal alle anzuspornen, ihren Geldbeutel zu öffnen und sich ihren Stehplatz symbolisch zu sichern. Das Ziel ist nah, und der Eintrag in die FCZ-Geschichte ebenfalls! Die Worte aus dem Forum bringen es auf den Punkt: „Diese Wand soll noch in hundert Jahren proppevoll im FCZ-Museum stehen, als Symbol für eine Fangemeinschaft, die sich mit vereinten Kräften, mit grosser Kreativität und nicht zuletzt mit ihrem hart verdienten Geld für ihre Sache eingesetzt hat! Und gewonnen hat!“
Bis Sonntag oder bereits am Freitag im Wellness, wo die Wand wieder ab 19 Uhr bereit steht!
Stan the Hooligan sammelt mit!
vom 27.09.2010
DANKE Stan und DANKE Badoux und Marcel!
http://www.stanthehooligan.ch
Hol der din Stehplatz! – Spendentag gegen Basel
vom 21.09.2010 (aus dem News-Archiv)
Wie bereits verlautet wurde, liefen die Gespräche mit der Stadt konstruktiv. Zentrale Punkte der Diskussion waren konkrete Realisierungsvarianten, Kostenfolgen und mögliche Kostenbeteiligungen. Momentan werden die notwendigen Abklärungen getroffen. Neben der Stadt und dem Verein, sind auch wir Fans ein wichtiger Faktor in der Frage der Realisierung.Darum gilt’s jetzt ernst. Es ist Zeit, weitere Taten folgen zu lassen, Wort zu halten und der Stadt als Eigentümerin des Letzigrunds zu zeigen, dass wir diese Stehplätze wirklich wollen und dafür auch bereit sind, auch in unsere Tasche zu greifen. Zu diesem Zweck wird das Spiel gegen Basel zum Spendentag!
Wie?
Ganz einfach. Jeder, der in Zukunft in der Südkurve ohne die störenden Sitzpläte STEHEN will, ergattert sich seinen Stehplatz symbolisch ganz einfach gleich selbst.
Und wie das?
- Dazu musst am Samstag einfach ans Spiel kommen und dir zuerst deinen angestammten Platz in der Kurve auf der grossen Holztafel neben dem SK-Stand suchen. Auf eine 7 Meter breite Holztafel ist ein gezeichnetes Abbild der derzeitigen Sitzplatz-Südkurve mit all ihren Reihen und Sitzplatznummern im Mini-Format aufgemalt.
- Am SK-Stand werden Kleber aufgelegt (im Format 5cm breit und 7cm hoch) um diese vor Ort nach Belieben zu gestalten. Natürlich darf auch schon zuhause ein Kleber (oder auch mit mehreren neben- oder übereinander) gestaltet und mitgebracht werden.
- Danach geht es ab auf die Wand, wo du dir deinen Stammplatz, solange noch frei, oder sonst einen Platz mit deinem Aufkleber markierst. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass ihr euch mit euren Freunden zusammentut, und das Geld für mehrere Stühle grad für ganze Blöcken oder Reihen spendet. So ist die Projektionsfläche grösser für eine grössere Darstellung eures persönlichen Doppelhalters z.B. oder eurer Fahne. Natürlich können auch Einzelpersonen für mehrere Stehplätze Aufkleber erwerben. Bezahlt wird beim aufkleben, ein Stehplatz kostet 50 Franken, zwei Stehplätze kosten 100.- usw.
Schaffen wir es, alle Sitze auf der Mini-Südkurve der Holztafel durch unsere Aufkleber verschwinden zu lassen, steht einer Stehplatzkurve in Zukunft praktisch nichts mehr im Wege. Sollten wir dieses Ziel bereits gegen Basel realisieren, wird versucht werden, dieses Mosaik an Motiven und Namen als spezielles Dankeschön an alle Spender auf eine noch zu bestimmende Art als Choreo im Letzi umzusetzen.
Also, informiert alle euer FCZ-Umfeld, dass sie mit einer oder mehreren 50er-Noten ans Spiel gegen Basel ans Spiel kommen. Ab Türöffnung werden die Plätze freigegeben. Für Studio Wellness Mitglieder beginnt der Stehplatzvorverkauf bereits am Freitag Abend.
Auf der Ost- und Westtribüne wird für Symphatisanten unseres Anliegens, die Möglichkeit bestehen einen Betrag in ein Stehplatzkässeli zu spenden. Sollte eine Realisierung wider Erwarten scheitern, wird das Geld in die Juniorenabteilung des FCZ (Academy, Letzikids) sowie ins Studio Wellness fliessen. Wer das Geld rückerstattet haben möchte, soll beim Spenden seine Adresse oder grad einen Einzahlungsschein beilegen. Vielen Dank für die Unterstützung!
Mehr denn je, und dieses Mal in der Praxis, gilt, Gmeinsam unaufhaltsam. Jede Summe geteilt durch 2500 (FCZler) wird so erreichbar! Gemeinsam ist keine Hürde ein Hindernis!
Wir stehen kurz vor dem Ziel!
Bis bald!
Zürcher Südkurve
PS: Und natürlich nicht vergessen, Benefiz-Konzert von Radio 200'000 und Party am 9. Oktober im Exil!

Schpände für Stehplätz!
vom 21.09.2010 (aus dem News-Archiv)
Wir rufen ab sofort sämtliche Befürworter von Stehplätzen dazu auf, unter dem Vermerk "Stehplätz jetzt!" auf das Konto:
- PC 87-443834-9
- IBAN: CH44 0900 0000 8744 3834 9
- Zugunsten von: Zürcher Südkurve, 8000 Zürich
zu spenden.
Hier findet ihr ein Muster des Einzahlungscheins!
STAH FÜR ZÜRI – am 9.10 im Exil Club
vom 20.09.2010 (aus dem News-Archiv)
Vorlage Einzahlungsschein für die Spende "Stehplätz jetzt!"
Bericht über Sitz- und Stehplätze im igang3 Nr. 9
NZZ am Sonntag, 05.09.2010: Den Kühlschrank Letzigrund wärmen
vom 05.09.2010
Lob für Kreativität, statt Klage über Chaoten: Die Demontage der Stühle im Letzigrund hat den FCZ-Fans Anerkennung gebracht. Ob sie Stehplätze erhalten, ist trotzdem fraglich.
Christine Steffen
Ein ganz neues Gefühl für Fussballfans: Sie vollziehen eine Aktion an der Grenze zur Legalität und ernten Lob. So geschehen den FCZ-Anhängern aus der Letzigrund-Südkurve, die vor acht Tagen in einer perfekt organisierten Aktion im Stadion 2000 Sitze abmontiert hatten. Dies um ihrem Wunsch nach Stehplätzen Nachdruck zu verleihen. Am Mittwoch haben an die 100 Fans die Sitze wieder eingebaut. Der temporäre Umbau hat weit herum für Schmunzeln gesorgt – und Goodwill geschaffen, wo sonst Skepsis herrscht.
«Gelungene PR-Aktion», nannte Stadtrat Gerold Lauber den Coup; die Stadt sei «beeindruckt», sagt sein Mediensprecher Marc Caprez; Stadionmanager Peter Landolt äussert «vollste Zufriedenheit» über den Rückbau und FCZ-Präsident Ancillo Canepa hält die Intervention für «äusserst innovativ und kreativ» – Friede und Freude allenthalben. Und Balsam für die Fans, die sich in ihrem Anliegen lange nicht ernst genommen fühlten, wie Luca Salomon, Vertreter der Südkurve, sagt. Ihn stört, dass beim jährlichen Leichtathletikmeeting Stehplätze geschaffen werden, die Fussballfans, die den «stimmungsfeindlichen» Letzigrund alle zwei Wochen belebten, aber seit Jahren erfolglos kämpfen. Nun mag man sich fragen, warum Stehen überhaupt so viel besser sein soll – zumal in grossen Fussballnationen wie Spanien oder England gesessen wird. Die Stadien der Premier League seien auch nur noch ein Schatten ihrer selbst, kontert Salomon. Fans in der Kurve wollten aktiv am Spiel teilhaben und das Team anfeuern. Sitzend sei es rein stimmlich schwierig, eine Stimmung zu zaubern, «wie sie sich auch die Sponsoren wünschen.» Reglementierungen würden dazu führen, dass es im «Kühlschrank» Letzigrund noch stiller werde. «Das macht den Besuch für Gelegenheitsgäste noch unattraktiver.»
Nicht zuletzt waren es Sicherheitsbedenken, die dazu führten, dass der Letzigrund als reines Sitzplatzstadion konzipiert wurde. Auch Fifa-Präsident Joseph Blatter hat die Schliessung der Stehplätze gefordert mit dem Argument, wer sitze, sei ruhiger. Davon hält Salomon nichts; er erinnert an den Schweinekopf, der von wütenden Zuschauern bei einem Spiel von Barcelona gegen Real Madrid in Richtung des Real-Spielers Luis Figo geworfen wurde. Sowohl in St. Gallen wie in Basel und Bern, wo es in den modernen Stadien Stehplätze gibt, sei es nie zu einem Vorfall gekommen, der auf stehende Fans zurückzuführen gewesen sei, sagen Klubvertreter. Für den Sprecher der Swiss Football League, Roger Müller, ist das «Problem mit der Gewalt vielschichtiger», als dass es sich auf Stehplätze zurückführen liesse.
Das Sicherheitsargument zählt auch für den FCZ-Präsidenten Canepa nicht, «im Gegenteil ist die Situation zurzeit gefährlich, weil die Fans zwischen den Sitzen stehen». Salomon sagt, dass man sich durch die Bewegungsfreiheit weniger eingeengt fühle, was zu einer Verminderung der Aggressionen führe.
Mittlerweile ist auch die Stadt davon abgerückt, mit Sicherheitsbedenken zu argumentieren; was bleibt, ist die Kostenfrage. Mehrere hunderttausend Franken würden laut Sportamt die baulichen Anpassungen für Stehplätze kosten. Dass nicht die Steuerzahler für die Anliegen von 3000 Fans zur Kasse gebeten werden könnten, sei ihr bewusst, schreibt die Südkurve. Sie will sich an den Kosten beteiligen und mit Aktionen zu Spenden aufrufen. FCZ-Präsident Canepa sagt, er könne die Finanzierung nicht übernehmen. Trotzdem hat sich der Einsatz für die Fans gelohnt: Kurzfristig wurde auf nächste Woche ein Gespräch aller Exponenten bei Stadtrat Lauber anberaumt. Und alle finden die Südkurve toll – auch wenn sie eine Schraube locker hat.
20min.ch: Fans montieren Stühle im Letzi an
Treffen zum Thema STEHPLÄTZE im Wellness diesen Freitag!
vom 01.09.2010 (aus dem News-Archiv)
"Mir schrubed witer a eusne Stehplätz“
Die Aktion vom Samstag 28.08 hat viel Staub aufgewirbelt und neuen Schwung in die Frage nach Stehplätzen gebracht. Nun gilt es diesen Schwung zu nützen und vorwärts zu kommen. Der nächste Schritt wird diesen Freitag im Plenum besprochen. Es gilt, zusammen Ideen zu bündeln für die angelaufene Spendenaktion und deren Umsetzung zu koordinieren. Bevor die Köpfe zusammengesteckt werden, wird vorher noch über die Hintergründe der vergangenen turbulenten Woche informiert.
Eingeladen ist jeder Befürworter der Stehplätze, der Mitglied im Studio Wellness ist, oder dies per Antrag werden will (
http://www.suedkurve.ch/index.php?navid=96)
Kommt zahlreich!
Wo: Studio Wellness, Aemtlerstrasse 96 a
Wann: Freitag, 3. Sept. 2010, 19 Uhr Türöffnung, 22:15 Uhr Diskussionsanfang
Tagi, 31.08.2010: Ein Ja zum Stehplatz
vom 31.08.2010
Protest Die Südkurve des FC Zürich hat die Schalensitze entfernt, um ihre Fankultur besser ausleben zu können.
Von Thomas Schifferle
Sie verkaufen sich als Ritter der guten Stimmung. Sie sehen sich selbst «als diejenigen, die dafür sorgen, dass an Fussballspielen in Zürich nicht eine 3.-Liga-Atmosphäre herrscht», schreiben sie in einer Mitteilung.
Sie sind die Aktivisten der Südkurve, die am Samstag vor dem Spiel ihres FCZ gegen den FC St. Gallen eine Protestaktion starteten, die bislang einmalig ist: Sie montierten da, wo sie im Stadion ihre Heimat haben, rund 1800 Stühle ab. Sie riefen «Stühle raus!» und hatten damit nur zum Ziel, dass ihr Wunsch nach Stehplätzen endlich erfüllt wird.
Sie verstehen sich nicht einfach als Fans, sondern als Teil ihres Vereins, als etwas Besonderes, sie haben – bei allen Aussetzern, die auch sie sich leisten – kreative Köpfe, die die Südkurve zu einem stehenden Begriff für intensiv gelebte Fankultur gemacht haben.
Seit vier Jahren und dem Abbruch des alten Letzigrunds kämpfen sie für ihr Anliegen. Sie wollen sich nicht zermürben lassen von «vorgeschobener Bürokratie» und einem «Kompetenzengewirr» von Stadt- und Gemeinderat, Feuerpolizei und Stadionmanagement. Darum haben sie am Samstag so reagiert. Sie wollen stehen, nur das.
Gut, das tun sie auch jetzt schon vor ihren hochgelappten Schalensitzen. Und mag begreifen, wer will, warum die Stühle sie dabei stören, warum ihnen das Gedränge lieber ist, der enge Kontakt zum Kollegen, warum sie Sitzplätze akzeptieren im Europacup, aber nicht in der Super League. Aber so sind sie, so denken und empfinden sie. Das ist ihre Sache, auch ihr Recht.
Fans wollen stehen
England war einst führend bei der Einführung reiner Sitzplatzstadien – ausgerechnet England mit seiner ausgeprägten Fankultur. Das verlangte die Regierung nach der Tragödie von Hillsborough, dem Stadion von Sheffield, wo im April 1989 in einem überfüllten Stehplatzsektor 96 Zuschauer zu Tode gequetscht wurden. Die Fifa und die Uefa zogen nach und lassen bis heute bei internationalen Spielen keine Stehrampen mehr zu. Sitzplatzstadien bedeuten mehr Sicherheit, mehr Komfort, mehr Geld. Gerade in England haben diese Massnahmen den Fussball, der so sehr unter den Auswüchsen des Hooliganismus gelitten hatte, wieder salonfähig gemacht.
Aber das Bedürfnis zu stehen ist bei den Fans geblieben. Nur so glauben sie, richtig Stimmung machen zu können. Und die Südkurve orientiert sich nicht an England, sondern an Basel und Bern oder an München und Dortmund, weil da für nationale Spiele Stehplatzsektoren eingerichtet werden. Was da nach Absprachen mit den Fans gutgeht, sollte eigentlich auch in Zürich machbar sein. Darum gibt es keinen Grund, nicht Ja zu sagen zu Stehplätzen im Letzigrund und in einem neuen Zürcher Stadion.
Natürlich kostet es immer Geld, einen Sektor umzurüsten. 30 000 Franken sind es in Basel, um die Stühle abzuschrauben und einzulagern. In Zürich geht es um einen ähnlichen Betrag. Die 3000 Kurvengänger des FCZ wollen sich daran beteiligen. Und das ist gut so, weil sie ihren Teil zu einer Neuregelung leisten müssen. Und wenn sie Stehplätze nicht als Aufforderung verstehen, um sich aufzuputschen für Auseinandersetzungen mit Polizei und Abgesandten anderer Klubs; und wenn sie es in ihrer Selbstdisziplinierung gar noch schaffen, auf Pyros zu verzichten – dann braucht sich keiner mehr weiter zu stören an der Tatsache, dass die Südkurve handfestes Werkzeug ins Stadion schmuggelte, um die Stühle abschrauben zu können.
Der nächste Schritt in der Stehplatzfrage / Spendenaktion läuft!
vom 31.08.2010 (aus dem News-Archiv)
Nach Absprache mit dem Verein und dem Stadionmanagement haben wir uns entschieden, die von uns am Samstag entfernten Sitze im Verlaufe dieser Woche wieder zu montieren
Bereits bei der Planung unserer Aktion stand für uns fest, dass am Ende nicht der FCZ der Leidtragende sein darf, an dem die Kosten hängen bleiben. Aufgrund des am 11.9 stattfindenden U2-Konzerts war uns auch von Anfang an bewusst, dass die Südkurve nicht auf Dauer stuhlfrei sein wird.
Die Aktion werten wir dennoch als Erfolg. Unser Anliegen muss nach Jahren des Vertröstet-Werdens und der ergebnislosen Hinterzimmersitzungen von den Verantwortlichen wieder ernsthaft und öffentlich diskutiert werden.
Wie aus zahlreichen Statements des Stadionmanagements und des Sportamts deutlich wird, handelt es sich bei der Stehplatz- um eine reine Kostenfrage. Gerne nehmen wir an dieser Stelle die von Stadtrat Gerold Lauber in den Medien angekündigte Einladung zu einem (weiteren) Treffen an. Bei einem ersten Meeting im Frühling 2009 wurden uns bereits Pläne zur Realisierung von Stehplätzen unterbreitet, ehe die Sache wieder im Sande verlief. Von einem neuerlichen Treffen versprechen wir uns, endlich Bewegung in die Stehplatzfrage zu bringen. Konkret soll es um die Umsetzung und die genauen Kosten des Umbaus gehen.
Dass es nicht (je)der Steuerzahler sein kann, der für die Anliegen von 3000 FCZlern, zur Kasse gebeten wird, ist uns klar. Vielmehr sind wir, die Zürcher Südkurve, bereit, uns an den anfallenden Kosten mit einem grösstmöglichen Betrag zu beteiligen. Auch hoffen wir in dieser Frage auf ein Entgegenkommen der Stadt und die angemessene Unterstützung des Vereins.
Um keine weitere Zeit verstreichen zu lassen, rufen wir hiermit ab sofort sämtliche Befürworter von Stehplätzen dazu auf, unter dem Vermerk STEHPLATZ auf die Konto-Nr. PC 87-443834-9 zu spenden. Weitere Spendeaktionen folgen demnächst!
Weiter fordern wir die Bauherren des neuen Stadions hiermit auf, unseren Wunsch nach einer eigenen Stehplatzkurve in die architektonische Planung zu integrieren. Unsere Forderung nach Stehplätzen reicht allerdings schon vor die Errichtung des neuen Letzigrunds zurück. Deshalb lassen wir uns nicht mit dem Argument hinhalten, wonach die Situation im Hinblick auf das neue Stadion neu zu beurteilen sei.
Die Zürcher Südkurve steht in der Verantwortung ihrer 3000 Kurvengänger, die zum Gelingen der Aktion beigetragen haben und weiteren FCZ-Fans, die unsere Anliegen teilen. Wir werden deshalb unser Ziel - eine Stehplatzkurve sowohl in diesem, als auch im neuen Stadion - entschieden weiterverfolgen. Sollten wir weiter in der bisherigen Art und Weise hingehalten werden, ist es gut möglich, dass die Aktion vom letzten Samstag nicht die letzte ihrer Art gewesen ist.
Blick.ch: FCZ-Fans protestieren für Stehplätze – Alle Sitze in der Südkurve abmontiert!
Die Zürcher Südkurve entfernt die Stühle in den Sektoren D 24 – 27
vom 28.08.2010 (aus dem News-Archiv)
Jahrelang wurden wir vertröstet, Politiker und Stadionmanagement schoben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu. Deshalb verwirklichen wir unseren Wunsch nach Stehplätzen nun selbst.
Seit dem Abbruch des alten Letzigrunds im Jahr 2006 kämpfen wir für Stehplätze in unserer Kurve. Wir taten dies mit einer Unterschriftensammlung: Über 3000 Leute unterschrieben im Frühjahr 2007 eine Südkurven-Petition und sprachen sich für Stehplätze aus. Wir taten dies während der Übergangssaison im Hardturm innerhalb der „Task-Force-Letzigrund“, an welcher neben Vereinsvertretern auch der heutige Stadionmanager Peter Landolt teilnahm. Wir taten dies an unzähligen weiteren Meetings und Sitzungen. Die Argumente, die gegen die Realisierung von Stehplätzen ins Feld geführt wurden, waren dabei immer wieder andere: Einmal hiess es, es müsse erst die Euro 2008 abgewartet werden, ein andermal wurde auf Postulate im Gemeinderat hingewiesen (als stünden diese der Entfernung der Stühle rechtlich und faktisch im Wege). Einmal entstand der Eindruck, es handle sich um ein reines Kostenproblem, an einer anderen Sitzung wurden dann aber wieder feuerpolizeiliche Überlegungen ins Zentrum gerückt. Auch wurde mehr und mehr unklar, wer in dieser Sache eigentlich das letzte Wort hat: Der Verein verwies auf Stadt- und Gemeinderat, dieser schob dem Stadionmanagement den Ball zu und dieses wiederum verwies auf Stadt- und Gemeinderat. Wir spielten dieses Spiel Jahre lang geduldig mit, nahmen absurderweise Woche für Woche stehend auf den Schalensitzen des Letzigrunds Platz und verhinderten immer wieder, dass sich Leute in der Kurve mit Gewalt an den Sitzen zu schaffen machten. Von Sachbeschädigungen an der Infrastruktur des Letzigrunds distanzieren wir uns auch heute. Nachdem uns aber vor kurzem nahe gelegt wurde, eine weitere politische Anfrage beim Stadtrat einzureichen, sahen wir uns wieder am Anfang eines Kreises angekommen. Wir haben deshalb beschlossen, die Sache auf friedliche Art und Weise selbst in die Hand zu nehmen.
Es war und ist nach wie vor einer unserer Grundsätze, sämtliche Probleme (nicht nur solche, die die Stehplatzfrage betreffen) in Gesprächen mit den dafür zuständigen Stellen zu lösen und den rechtlich vorgesehen Weg zu beschreiten. Jedoch lassen wir uns nicht von einer vorgeschobenen Bürokratie und einem Kompetenzengewirr zermürben. Man kann den „dafür vorgesehenen politischen Weg“ nicht beschreiten, wenn unklar ist, wer denn überhaupt die Entscheidungsträger sind und welche Überlegungen im Endeffekt tatsächlich den Ausschlag geben. Auch ist uns bis heute nicht klar, bei wem es eigentlich an einem entsprechenden Willen für Stehplätze fehlt: FCZ-Präsident Ancillo Canepa sprach sich im Matchprogramm und auch bei anderen Gelegenheiten explizit für Stehplätze aus und machte diese gar zur Bedingung für den Einzug in das geplante neue Stadion. Stadionmanager Peter Landolt betonte uns gegenüber immer wieder, dass er uns gerne entgegenkommen würde, wenn ihm nicht die Hände gebunden wären. Und Stadtrat Gerold Lauber erklärte im Frühling 2009, er werde unser Anliegen nun seinen Spezialisten zur weiteren Abklärung übergeben. Stellt sich die Frage, wieso solche Experten erst jetzt, 4 Jahre nachdem wir unsere Wünsche zum ersten Mal unmissverständlich dargelegt haben, auf den Plan treten und welche neuen Aspekte diese Personen der Diskussion überhaupt beizufügen haben.
Denn die Argumente gegen Stehplätze sind uns hinlänglich bekannt. Und uns ist bewusst, dass manche dieser Einwände nicht einfach aus der Luft gegriffen sind. Doch ist unserer Meinung nach kein Argument stichhaltig genug, um die Einführung von Stehplätzen kategorisch auszuschliessen. Geht es um die Kosten? Sollte es sich tatsächlich um eine reine Kostenfrage handeln, so sollten dies die verantwortlichen Stellen entsprechend kommunizieren. Es dürfte sich in diesem Fall eine Lösung finden lassen, auch deshalb, weil 3000 Kurvengänger sicherlich für einen angemessenen Teilbetrag aufkommen könnten. Oder geht es um feuerpolizeiliche und sicherheitstechnische Überlegungen? Wenn ja, wie war es dann aus feuerpolizeilicher Sicht möglich, dass am Derby im Juni 2007 über 1000 GC-Fans auf einem Drittel einer Stehtribüne zusammengepfercht wurden? Wie ist dann die Eingangspolitik in unzähligen Stadien dieses Landes zu rechtfertigen, wo für über 1000 Gästefans jeweils ein bis zwei Drehkreuze geöffnet werden? Und wieso sollten solche Überlegungen einzig in Zürich gegen Stehplätze sprechen, nicht aber in Bern, Basel, St. Gallen und in fast allen Stadien der (für ihre rigide Sicherheitspolitik bekannten) deutschen Bundesliga? An der Konstruktion des Letzigrunds alleine kann es ja wohl nicht liegen. Was die Sektorentrennung zwischen im Block D 27 und die Toilettensituation betrifft, so handelt es sich dabei sicherlich nicht um unlösbare Probleme. Wir sind sofort gewillt für konstruktive Lösungen in diesen Bereichen Hand zu bieten!
Da unsere ausgestreckte Hand bisher jedoch immer nur weitergereicht oder vertröstet wurde und die Situation auch nach 4 Jahren des Wartens derart verfahren ist, haben wir uns entschlossen, die Stühle in der Südkurve abzumontieren. Wir treten heute den Beweis an, dass nicht nur die Entfernung der Sitze keinen unmenschlichen und unbezahlbaren Aufwand darstellt, sondern dass es auch durchaus möglich (und der Stimmung förderlich) ist, Fussballspiele im Letzigrund auf einer Stehplatztribüne zu verfolgen und dass man mit Stehplätzen in diesem Stadion gut leben kann. Immer wieder wird beklagt, der Letzigrund sei nicht fussballtauglich. Mit der Entfernung der Stühle wird von unserer Seite ein wichtiger Schritt unternommen, um dies zu ändern.
Wir sind diejenigen, die dem Letzigrund im Zweiwochentakt wenigstens etwas Leben einhauchen und dafür sorgen, dass an Fussballspielen in Zürich nicht eine 3. Liga Atmosphäre herrscht. Immer wieder wird mit der Südkurve in Radio und Fernsehen geworben, immer wieder füllen Zeitungen ihre Artikel mit Berichten über und Bildern von uns. Wir sind ein Teil des FCZ, ein Teil eines Vereins, der im Zürcher Stadtleben eine bedeutende Rolle spielt. Unseren Bedürfnissen aber kamen die Entscheidungsträger bisher nicht nach. Weder in der Stehplatzfrage, noch im Hinblick auf Fragen, die das geplante neue Stadion betreffen.
Über 3000 FCZ-Fans wollen die Spiele ihres Vereins in einer eigenen Stehplatzkurve verfolgen. Heute machen wir notgedrungen nichts anderes, als dieses unser Anliegen zu verwirklichen und die von uns bewohnte und belebte Umgebung fantauglich zu gestalten - ohne dass es dabei zu Sachschäden kommt. Andernorts in dieser Stadt fand man sich mit einem ähnlichen Handeln übrigens ab, ohne gleich die „Chaoten-Keule“ zu schwingen. Dies zeigt das Beispiel Giusep Fry und seine Vorgehensweise am Üetliberg.
Unser einfaches Anliegen an die Entscheidungsträger: Unserem Wunsch nach Stehplätzen jetzt und in der Zukunft zu entsprechen.
USE MIT DE STÜEHL!
vom 02.03.2009 (aus dem News-Archiv)
Editorial des Präsidenten Ancillo Canepa in der "Eisnull" Ausgabe zum Spiel FCZ-Vaduz.
Danke für die Unterstützung!
IGANG 3 – Nummer 9
vom 16.12.2008 (aus dem News-Archiv)
Das unabhängige Heft für FCZ-Abhängige
Nr 9, Dezember 2008 5.–
THEMENAUSZUG:
Stehplätze – Get up, stand up
Rene Strittmatter – Umstrittener Vize
Hubert Münch – Eisenfuss mit Meinung
Igang 3 – Vielleicht mit Kleber
Das neue IGANG3 ist am Spiel gegen Bellinzona erstmals erhältlich
und danach an folgenden Verkaufsstellen:
Studio Wellness
Kon-Tiki
Sportantiquariat Germond
Totalbar
Vinyl Pirate
Six Pack
Buchhandlung am Helvetiaplatz
Turbinenbräu
Piccolo Giardino
RecRec-Laden
El Lokal
Kafi Schnaps
...und in der Südkurve
Aufgeben ist nicht unsere Stärke –
Der Kampf um Stehplätze hat eben erst begonnen
vom 02.09.2008 (aus dem News-Archiv)
Enttäuscht müssen wir nach einem Meeting mit Vertretern des FCZ und der Stadt zur Kenntnis nehmen, dass unserer lang gehegten Forderung nach Stehplätzen im Letzigrund nicht entsprochen wird. Dieser jüngste Entscheid in der „Stehplatzfrage" ist für uns bitter, doch kommt er keineswegs überraschend: Zu viele Stimmen machen sich schon seit längerer Zeit gegen Stehplätze stark.
Man kann nun nach SFV Reglementen, feuerpolizeilichen Vorschriften und anderen Quellen suchen, aus denen hervorgeht, dass Stehplätze im Letzigrund „schlichtweg nicht möglich sind". Man wird wohl auch tatsächlich auf Bestimmungen treffen, die dies bestätigen. Wer sucht, der findet.
- Fakt ist jedoch, dass bis vor weniger als 3 Jahren eine Sitzplatzkurve im alten Letzigrund, einem mehr oder weniger maroden Stadion, nie zur Diskussion stand (wäre der Neubau abgelehnt worden, würden wir zu 99.9% auch heute noch dort STEHEN).
- Fakt ist, dass wir vor einem Jahr noch im Hardturm STANDEN, einem Stadion, in welchem die „Entfluchtungsmöglichkeiten" kaum besser gewesen sein dürften, als heute im Letzi (man denke nur an den Auswärtssektor).
- Fakt ist, dass die Hoppers am Meisterderby 07 in einem Eck des Hardturms zu tausenden zusammengepfercht standen- ohne dass diejenigen Leute, die heute Stehplätze als Sicherheitsrisiko bezeichnen, Bedenken anmeldeten.
Nein, es ist nicht so, dass die Damen und Herren des Sportamts der Stadt Zürich eigentlich glühende Verfechter der Stehplätze sind, sich jedoch den SFV Reglementen und feuerpolizeilichen Vorschriften unterjochen müssen. Es ist schlicht und einfach so, dass sie einfachheitshalber „sicherheitspolitischen" Argumenten wesentlich mehr Gehör schenken, als Fananliegen. Wir wagen die These, dass die Stühle im Letzigrund bereits am nächsten Heimspiel verschwunden wären, wenn Peter Landolt morgen einen Bericht vorlegen würde, in dem er behauptet, dass Stehplätze nicht weniger Sicherheit bieten als Sitzplätze. Da das Gegenteil der Fall ist und sich auch noch andere „Experten" in SFV- und UEFA Sicherheitskommissionen gegen Stehplätze aussprechen, liegen die Dinge heute so wie sie sind. Welche Argumente diese Kreise ausser der besser möglichen Kameraüberwachung sonst noch dazu bewegen, Sitzplätze sicherer als Stehplätze einzustufen, bleibt uns indessen schleierhaft.
Zu klären bleibt noch die Rolle des Vereins, der uns – im Gegenzug dafür, dass wir uns während der Hardturm-Zeit in der Hopper-Kurve positionierten – versprach, sich für Stehplätze im neuen Letzigrund einzusetzen. Wie stark das Engagement des Vereins nun tatsächlich war, ist schwer abzuschätzen. Präsident Ancillo Canepa zumindest hatte ein offenes Ohr für unsere Anliegen und leitete auch das anfangs erwähnte Meeting in die Wege. Ansonsten bleibt allerdings schon das Gefühl, dass die Situation heute womöglich anders aussehen würde, wenn auch Strittmater und Co. in der Stehplatzfrage dasselbe Engagement an den Tag gelegt hätten, wie sie es sonst bei der Kommunikation von Bussen und der Distanzierung von den eigenen Fans tun.
Gut 3000 FCZler sprachen sich im Rahmen einer Unterschriftensammlung im Frühjahr 2007 für Stehplätze aus. Gut 3000 FCZler STEHEN jede Woche in einer BESTUHLTEN Kurve. Diejenigen Leute, die den „Block D 24-27" des Letzigrunds weitaus am häufigsten nutzen und dem Stadion an jedem zweiten Wochenende wenigstens ein bisschen Leben einhauchen, wünschen sich geschlossen Stehplätze. Und diesen Leuten hält man nun feuerpolizeiliche Vorschriften, Postulate[1] und SFV- Reglemente entgegen...
So genannte Sicherheitsexperten und vor allem ranghohe Politiker wollten sich immer wieder im Ruhm des Stadtclubs sonnen und hätten es an den beiden Meisterfeiern am Helvetiaplatz gerne gehabt, wenn ihnen die versammelte FCZ-Fangemeinde zugejubelt hätte. Dies war jedoch nicht der Fall, die Opportunisten wurden ausgepfiffen. Diese wütende Reaktion des Volkes erfolgte, wie heute zu sehen ist, aus gutem Grund. Aktuell ist keiner der Herren bereit, sich für die FCZ-Fans auch nur im Entferntesten zu engagieren. Doch Aufgeben ist keine unserer Stärken. Wir werden uns dies nicht gefallen lassen und hoffen, dass wir unseren Anliegen in dieser Frage geschlossener denn je zum Durchbruch verhelfen können. Der Kampf um Stehplätze hat eben erst begonnen…
ZÜRCHER SÜDKURVE- GMEINSAM UNUFHALTSAM!
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[1] Ein vorgebrachter Einwand gegen die Stehplätze untermauert die Unglaubwürdigkeit der „Stehplatzgegner" eindrücklich: Es ist keineswegs so, dass „die Errichtung von Stehplätzen aufgrund der Hängigkeit eines Postulats nicht zur Diskussion steht" (wie es u.a. im Communiqué unseres Vereins heisst). Mit einem Postulat wird lediglich die PRÜFUNG eines Anliegens verlangt, es handelt sich um ein sehr schwaches Instrument des Parlaments. Fast jedes politische Thema kann Gegenstand eines Postulats sein und ein Postulat kann von einzelnen Parlamentariern eingereicht werden. Hätte ein Postulat aufschiebende Wirkung, so könnte z.B. jedes Bauvorhaben durch einzelne Parlamentarier lahm gelegt werden. Fazit: Nur weil ein Postulat gegen Stehplätze eingereicht wurde, heisst dies keinesfalls, dass bis zu einem allfälligen Entscheid keine Stehplätze möglich wären (zudem wurde am 27. August auch ein Postulat für Stehplätze eingereicht). Keine Ausrede scheint billig genug. Man will uns ganz offensichtlich für dumm verkaufen.