Auswärts FC Zürich – FC Vaduz
Sonntag, 8. März 2015

Alli uf Vaduz

Extrazug
Abfahrt ab Zürich HB 11:00 Uhr Gleis 3

Fordert Einsicht & Löschung eurer Daten!

Für alle, die am vergangenen Derby eingekesselt & fichiert wurden, haben wir ein Formular vorbereitet, das zusammen mit einer Kopie von ID oder Pass eingeschrieben an die Stapo geschickt werden muss.
Das Formular kann hier heruntergeladen werden oder am Mittwoch am SK Stand abgeholt werden. 

Ihr könnt das Formular ausdrucken und mit einer ID Kopie selber an die Stapo senden oder ihr bringt das ausgefüllte Formular zusammen mit der ID Kopie
am Mittwoch ans Spiel und gebt es am SK Stand ab.

Gebt euch einen Ruck, fordert eure Rechte ein!
2. März 2015 | Permalink

Launch neue suedkurve.ch

28. Februar 2015 | Permalink

Freitag 27.02.15: Infoveranstaltung zum Kessel

Diesen Freitag findet im Attika um 20:00 eine Infoveranstaltung zum Kessel und den verschiedenen Folgen statt.

Eingeladen sind all Fans des FCZ.
26. Februar 2015 | Permalink

Anzeige gegen Fehr, Wolff & Co.

Betroffene Fans des FC Zürich haben Strafanzeige gegen die politischen und operativen Verantwortlichen des Polizeieinsatzes vom vergangenen Wochenende eingereicht. Angezeigt wurden Mario Fehr (Sicherheitsdirektor Kanton Zürich), Richard Wolff (Vorsteher des Polizeidepartements der Stadt Zürich), Daniel Blumer (Kommandant der Stadtpolizei Zürich), Thomas Würgler (Kommandant der Kantonspolizei Zürich), sowie die Einsatzleitung vom Samstag.

Vorgeworfen werden den Verantwortlichen des Einsatzes, Freiheitsberaubung, Nötigung, Tätlichkeiten sowie weitere Delikte gegenüber denjenigen, die sich über Stunden im Inneren des geplanten Polizeikessels an der Badenerstrasse befanden. Weiter wird eine anfechtbare Verfügung des Polizeieinsatzes verlangt.

Wir verweisen an dieser Stelle auch auf die Erklärung der Zürcher Südkurve vom vergangenen Sonntag, in der die tatsächlichen Geschehnisse rund um das Derby dargelegt und eingeordnet werden.
 
26. Februar 2015 | Permalink

Zürcher Südkurve verurteilt unverhältnismässigen Polizeieinsatz aufs Schärfste

Die Zürcher Südkurve verurteilt den gestrigen Polizeieinsatz und die damit verbundene Fichierung von 750 FCZ-Fans aufs Schärfste. Mit ihrem aggressiven und unverhältnismässigen Vorgehen nahm die Polizei stundenlange Verkehrsbehinderungen und Ausschreitungen mutwillig in Kauf.
Rund 750 FCZ-Fans wurden auf ihrem Weg zum Stadion ohne Vorwarnung von einer Hundertschaft von Polizisten eingekesselt. Ein Entkommen aus dem Kessel war weder für Unbeteiligte, noch für Frauen oder Kinder möglich. Per schwer verständlicher Megaphondurchsage wurden die eingekesselten Fans aufgefordert, sich einzeln ausweisen und fichieren zu lassen. Dieser unverhältnismässigen Forderung wollten sie jedoch nicht nachkommen. Sie beschlossen, friedlich im Polizeikessel auszuharren, in der Hoffnung dass sich die Polizei zurückzieht. Stattdessen kamen aber immer mehr Polizeifahrzeuge zum Kessel und die Fans wurden immer dichter zusammengedrängt. Eingepfercht zwischen Hauswänden, Büschen und aggressiven Polizisten drohte die Stimmung zu kippen. Je länger die Einkesselung dauerte, desto stärker fühlten sich die Fans ungerecht und unmenschlich behandelt: Wer aufs WC musste, wurde von den Polizisten genötigt an die umliegenden Hauswände zu urinieren. Einzelne Personen wurden willkürlich aus der Masse gepickt und fichiert. Einige Fans drohten in Panik auszubrechen. Es kam zu ersten Auseinandersetzungen, wobei sämtliche Eingekesselte unterschiedslos Übergriffen der Polizei ausgesetzt waren. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wurden Wasserwerfer eingesetzt, Tränengas und Pfefferspray versprüht sowie mit Gummischrot auf Kopfhöhe gezielt. Nach mehreren Stunden wurden sämtliche 750 Fans von der Polizei fichiert. Dabei wurden ihre Personalien aufgenommen und jede Person einzeln fotografiert.

Absehbar war auch, dass sich die nicht eingekesselten Fans mit den Eingekesselten solidarisieren würden. Berichte über Schikanen durch die Polizei drangen nach aussen. Zudem wurde mit der Zeit klar, dass 750 Personen – die meisten von ihnen mit Tickets ausgestattet - im Regen und eingekesselt von der Polizei, auf das erste Derby in diesem Jahr verzichten müssen. Dass man auf einen derart unverhältnismässigen und unterschiedslosen Polizeieinsatz mit Gegengewalt reagiert, ist nachvollziehbar – umso mehr, weil auch die Gründe für den Polizeieinsatz rätselhaft sind.

Die Stadtpolizei begründet die Einkesselung nämlich mit dem „massiven Zünden von Feuerwerkskörper und Leuchtpetarden“. Diese Argumentation ist fadenscheinig. Der Pyroeinsatz bewegte sich im Vergleich zu anderen Fanmärschen im Rahmen. Der gemeinsame Gang der FCZ Fans von der Fritschiwiese zum Stadion wurde von der Polizei in den letzten Jahren wiederholt geduldet – auch nachdem ein Marsch im Mai 2013 unter massivem Gummischroteinsatz mit mehreren Verletzten kurzzeitig gestoppt wurde. Auch für Fussballfans gilt zudem das so genannte Störerprinzip, wonach sich Polizeieinsätze gegen fehlbare Einzelne, aber nicht gegen eine ganze Gruppe zu richten haben. Die Taktik der Einkesselung mit anschliessender kollektiver Fichierung scheint eine Spezialität der Stadtpolizei Zürich zu sein, wird sie von ihr doch immer wieder angewandt. Dass diese rechtsstaatlich höchst fragwürdige Praxis auch unter dem neuen Polizeivorstand Richard Wolff fort besteht, ist vor dessen persönlichen und politischen Hintergrund umso bedenklicher.

Es muss davon ausgegangen werden, dass die Aktion von langer Hand geplant war und nicht wie angegeben durch das Zünden von Feuerwerk ausgelöst wurde. Im strategischen Plan der Stadtpolizei Zürich für 2014-2018 wird erwähnt, dass sich die Polizei für einen „markanten Rückgang“ von Pyro einsetzen will. Dafür scheint ihr nun offensichtlich jedes Mittel Recht – auch die vorübergehende Freiheitsberaubung Unschuldiger. Während den StimmbürgerInnen im Jahr 2013 mit der Einführung des Konkordats versprochen wurde, dass Gewalt rund um Fussballspiele endlich der Vergangenheit angehören, wird diese nun von der Polizei bewusst provoziert.
Ohne Einkesselung hätte es keine mehrstündigen Ausschreitungen und Verkehrsbehinderungen gegeben, das Derby wäre im gewohnten Rahmen über die Bühne gegangen. Dass wir unsere Mannschaft in diesem wichtigen Derby nicht unterstützen konnten, schmerzt die Südkurve übrigens am meisten.

Was mit den Daten der Fans nun passiert, ist unklar. Die Zürcher Südkurve wird das weitere Vorgehen der Stadtpolizei auf jeden Fall juristisch und anwaltlich begleiten.
22. Februar 2015 | Permalink